Wald- und Vegetationsbrandbekämpfung im Fokus
Rohrs Bürgermeister Felix Fröhlich hob die Bedeutung einer fundierten Ausbildung im Bereich der Wald- und Vegetationsbrandbekämpfung hervor. Er wünschte den Teilnehmern einen informativen Ausbildungstag. Erfreulich war, dass zahlreiche Führungskräfte aus den verschiedenen Wehren der Gemeinde Rohr dabei waren. Dadurch können die Lerninhalte und Taktiken auf kurzen Wegen in den jeweiligen Feuerwehren weitergegeben werden. Das erworbene Wissen fließt nachhaltig in die Ausbildung der Ortswehren ein.
Im theoretischen Teil wurden die Grundlagen der Entstehung und Ausbreitung von Wald- und Vegetationsbränden vermittelt. Dabei standen unter anderem Einsatztaktiken, Gefahren für die Einsatzkräfte sowie die Besonderheiten dieses Einsatzspektrums im Fokus.
Anschließend lernten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die speziell für Vegetationsbrände vorgesehenen Gerätschaften kennen. Dazu gehören unter anderem Löschrucksäcke, verschiedene Waldbrandwerkzeuge sowie weitere Ausrüstungsgegenstände, die einen effektiven und zugleich wassersparenden Löscheinsatz ermöglichen. Neben der Funktionsweise wurde auch der sichere und taktisch sinnvolle Einsatz der Geräte erläutert.
Den spannenden Hauptteil bildete eine praktische Übung auf einem abgeernteten Getreidefeld. Unter kontrollierten Bedingungen wurde ein reales Feuer bekämpft. Die zuvor vermittelten Inhalte konnten somit unmittelbar angewendet werden. Der Schwerpunkt lag auf dem koordinierten Vorgehen sowie der richtigen Handhabung der Ausrüstung. „Wichtig ist ein vollständiges Ablöschen verbliebener Glutnester, um ein erneutes Aufflammen des Brandes zu verhindern“, so die Ausbilder.
Angesichts der Hitzeperioden und längeren Trockenzeiten mit der Gefahr von Vegetationsbränden stellt das vermittelte Fachwissen einen wichtigen Baustein für die Einsatzbereitschaft der Wehren dar, so Kreisbrandmeister Jens Meyer. Roland Betsch bedankte sich bei den drei Ausbildern für die fachkundigen und praxisorientierten Lerninhalte. Ebenso bei den Beteiligten sowie Landwirten, die Flächen und Güllefässer zur Verfügung gestellt hatten.
Autor: Norbert Wieser